Führung zur Krötenwanderung am 22. März. 9.30 Uhr im Goldsteintal.
Besser hätte das Wetter gar nicht sein können: In den Gärten blühen die Ziersträucher und im Ländchen die weißen Kirchpflaumen, dazu scheint die Sonne und im Goldsteintal wird es zunehmend wärmer. Rund 50 Teilnehmer, viele Familien mit Kindern, kamen nach Sonnenberg, um die Krötenwanderung einmal mitzuerleben.
Zunächst gab es einen Teil Theorie. Anhand von Bildern wurde die Lebensweise der Frösche, Kröten und Molche erklärt. Vom Wanderungsbeginn um den Frühlingsanfang. Die große Party, die Kröten und Frösche im Teich dann feiern. Dann die Entwicklung der Kaulquappen bis zur Metamorphose vom Wasser- zum Landtier. Einige Kinder hatten hier schon erstaunliche Vorkenntnisse.
Anhand von Bildern der nächtlichen Wanderung wurde die Funktion des Krötenzaunes erläutert, und die regelmäßige Kontrolle durch freiwillige Helfer gezeigt. Abschließend wurden noch einmal die erkennbaren Unterschiede zwischen Grasfrosch, Erdkröte, Berg- und Fadenmolch besprochen.
Kurz bevor es langweilig wurde, war der Theorieteil auch zu Ende und es ging zum Krötenzaun, mit der Hoffnung, endlich mal echte Kröten zu sehen.
Ein paar hundert Meter ging es bis zum ersten Eimer und gleich darin fanden sich fünf Kröten und zwei Molche. Handys wurden gezückt und Kinderhände streckten sich, um die Tiere einmal auf
die Hand zu nehmen. Dann kam auch schon ein Ruf vom nächsten Eimer: „Hier sind auch welche“ und „ hier auch“ vom übernächsten. Von diesem Moment an sind die Kinder begeistert. In aller Ruhe
wurde ihnen erklärt, wie sie die Tiere anfassen können, dass sie sie nicht fallen lassen und sich anschließend die Hände waschen sollen.
Insgesamt kamen so 70 Kröten und Frösche sowie 7 Molche in den Kröteneimer und wurden zum Teich gebracht. Hier durfte dann jedes Kind sogar mehrere Tiere über den Zaun setzen. Auf dem Rückweg zum Ausgangspunkt gab es anschließend noch ausreichend Gelegenheit, auch die Fragen der Erwachsenen zu beantworten.
Eine Woche früher wären kaum Tiere anzutreffen gewesen, weil es noch zu kalt war, aber an diesem Sonntag hat halt alles gepasst.
Text: Rainer Pietsch
Am Samstag, den 17.01.2026 trafen sich einige Naturinteressierte, unter der Leitung von Peter Siersleben und Eva Walzel, am Kurpark in Wiesbaden, um die dortigen Wintervögel zu beobachten und näher kennenzulernen. Bei eisigen Temperaturen waren doch einige Arten unterwegs.
Mit den Nilgänsen, die durch ihre lauten Rufe vom Dach des Kurhauses aus schnell zu hören und zu finden waren, wurde die Exkursion eröffnet. Deutlich unauffälliger zeigte sich dagegen der Gartenbaumläufer, der nur mit etwas Geduld zu sehen war. Diese kleine Vogelart ist mit ihren langen Krallen und dem spitzen Schnabel an das Leben an senkrechten Baumstämmen angepasst und lässt sich vom sehr ähnlichen Waldbaumläufer vor allem anhand der Stimme unterscheiden.
Neben den bekannteren Arten wie Amsel, Blaumeise, Kohlmeise, Rotkehlchen, Kleiber und Buchfink, wurde sogar eine Sumpfmeise angetroffen. Auch wenn ihr Name es suggeriert, trifft man die Sumpfmeise nicht unbedingt im Sumpf an, sondern eher in unterwuchsreichen Parks mit alten Laubbäumen. Die Sumpfmeise mag zwar feuchte Lebensräume, brütet aber nur selten tatsächlich in Sümpfen.
Natürlich durften die Alexandersittiche und Halsbandsittiche bei dieser Exkursion nicht fehlen, da insbesondere das Rhein-Main‑Gebiet einen Großteil der regionalen Population dieser Arten beherbergt. Vor allem in den Platanen waren sie zahlreich anzutreffen, da diese mehrere ökologische Vorteile vereinen: natürliche Baumhöhlen als Brutplätze sowie ein großes, dichtes Kronendach, das sich ideal als Massenschlafplatz eignet.
Ein besonderes Highlight stellten die Jungvögel eines Nilgans‑Paares dar, die sich gut versteckt in Ufernähe aufhielten. In unmittelbarer Nähe konnten zudem mehrere Teichrallen beobachtet werden, die anhand ihrer auffallend langen, grünen Zehen gut zu bestimmen waren.
Zum Abschluss der Exkursion flog noch ein Graureiher über das Kurhaus, der die Beobachtungen des Tages passend abrundete.
Text: Eva Walzel
Sonntag, den Mittag um 14 Uhr trafen sich 12 Interessierte am Schiersteiner Hafen, um unter Leitung von Eva Walz und Peter Siersleben Ausschau nach überwinternden Wasservögeln auf dem Gelände der Wassergewinnungsanlage zu halten. Das Wetter machte einen Strich durch die Rechnung, die Becken waren zugefroren. Dennoch gab es einige Vogelarten zu sehen. Den Anfang machte ein bunter Fasanenhahn. Aus dem Auwäldchen rief ein Buntspecht. Wenig später zeigte ein männlicher Turmfalke seine Flugkunst als er rüttelnd über dem Schilf schwebte. An dem Astloch einer alten Platane konnte aus nächster Nähe ein Pärchen Halsbandsittiche beobachtet werden, das interessiert die infrage kommende Nisthöhle begutachtete. Das Männchen durch das namensgebende Halsband gut vom Weibchen zu unterscheiden, welches einfarbig grün gefärbt ist. Dann überflog ein Silberreiher die Vogelfreunde. Zur Unterscheidung von den Weißstörchen mit typisch eingezogenem Hals. Gegen Ende zeigte sich als Highlight kurz eine Wasserralle, im Volksmund auch „Schilfschwein“ genannt, da ihre Stimme an das Grunzen eines Schweines erinnert. Auf dem Rückweg entlang des Rheins zeigten etliche Kormorane welch vielseitige elegante Flieger, Taucher und Schwimmer sie sind.