Der Teich bietet Pflanzen und Tieren einen Lebensraum. Er verbessert zudem das Mikroklima auf einer Fläche, indem dort Wasser verdunsten kann, und sorgt somit für Abkühlung. So profitiert auch der Mensch von der Vielfalt und einem schönen Aufenthaltsbereich. An einem Teich lässt sich Natur einfach erleben.
Leider sind in manchen Teilen Deutschland kleine Stillgewässer, wie sie zum Beispiel in Auenlandschaften oder Altarmen von Flüssen vorkommen, sehr selten geworden.
Teichquerschnitt - Illustration: NABU/Anne Quadflieg
Dabei sind sie die Lebensgrundlage für zahlreiche Arten. Libellen und Amphibien entwickeln sich im Wasser, benötigen als erwachsenes Tier aber auch Lebensräume an Land. Manche Säugetiere und Vögel nutzen Gewässer zum Baden oder als Trinkstelle. Durch die verschiedenen Bereiche und Zonen am Naturteich kann ein Ökosystem in kleinem Maßstab beobachtet werden.
Naturteiche bieten einer großen Anzahl an Tieren einen Lebensraum, darunter viele Insektenarten, Amphibien, Krebstieren, Spinnen, Schnecken und Fische.
Libellen und Amphibien entwickeln sich im Wasser, haben als erwachsene Tiere aber andere Lebensräume.
Andere Tiere nutzen Gewässer zum Baden oder als Trinkstelle.
Durch die verschiedenen Bereiche und Zonen an einem Naturteich können so auf relativ kleiner Fläche unterschiedlichste Tiere und Pflanzen beobachtet werden.
Je länger die Uferlinie dabei ist, desto mehr unterschiedliche Zonen können sich entwickeln.
Damit sich ein natürliches Gleichgewicht zwischen Jägern und Beutetieren in dem künstlichen Gewässer einstellen kann, sollte die Wasserfläche nicht kleiner als 10 Quadratmeter groß sein. Eine Mückenplage braucht niemand zu befürchten, wo es Libellenlarven und Molche gibt. In naturfernen, eher architektonischen Wasserbecken sieht das anders aus: Hier fehlen diese natürlichen Gegenspieler, Mücken können sich hier massenhaft vermehren.
Teiche zwischen 20 und 30 Quadratmetern Wasserfläche bieten die besten Voraussetzungen für eine problemlose und pflegeleichte Bewirtschaftung. Ein so gebauter Folienteich benötigt keine technischen Einrichtungen wie Filter oder Pumpen. Wenn keine Störungen auftreten, stellt sich automatisch ein natürliches Gleichgewicht aus Nährstoffeintrag und -entzug ein.
Der Teich sollte eher sonnig als schattig positioniert werden, da die meisten heimischen Wasserpflanzen lichthungrig sind und Wärme benötigen. Damit sich der Teich nicht zu stark aufheizt und das Wasser zirkulieren kann, ist außerdem eine ausreichende Wassertiefe wichtig.
Lassen Sie bei der Planung auch rund herum genügend Platz für Pflanzen, damit der Teich eine ansprechende Umgebung erhält. Als Eigentümer*in des Gewässers haften Sie übrigens für die Verkehrssicherung, das heißt Ihr Teich sollte nicht frei zugänglich sein und auf einem abgesperrten Grundstück liegen.
Plastik sollte im Garten und im Gartenboden möglichst vermieden werden. Untersuchungen zeigen, dass etwa Mikroplastik im Boden negative Folgen für Tiere und Pflanzen haben kann. Bei der Abdichtung von Gartenteichen haben sich Folien allerdings durchgesetzt. Hauptsächlich werden zwei Materialien für die künstliche Folienabdichtung von naturnahen Teichen verwendet:
Am günstigsten ist zwar nach wie vor die PVC-Folie, die sich gut verarbeiten und verschweißen lässt. Die Herstellung und Entsorgung von PVC-Folie ist aber ökologisch äußerst problematisch, da sie unter anderem Weichmacher enthält. Auf ihre Verwendung sollte daher verzichtet werden.
Eine robuste und sehr langlebige Alternative, die keine Weichmacher enthält, ist die EPDM-Variante (Ethylen-Propylen-Dien-Monomer), auch Kunstkautschuk genannt. Sie ist etwas teurer, hält aber rund 50 Jahre und ist zudem anschmiegsamer als PVC. EPDM-Folie lässt sich in der Regel aber aufwändiger verschweißen, sodass sie am besten als vorkonfektioniertes Folienstück gekauft werden sollte.
Folien aus Polyethylen (PE) sind weniger elastisch und schwerer zu verlegen, außerdem weniger langlebig als solche aus EPDM und PVC. Daher kommen sie Privatgarten kaum noch zu Einsatz.
Andere Abdichtungen wie Ton, Beton oder Asphalt haben sich für den Privatgarten nicht durchgesetzt. Allenfalls Becken aus glasfaserverstärktem Kunststoff sind noch eine langlebige Alternative.
NABU-Homepage: Wasserparadiese im Garten
FTW-Vereinsgelände: Anlage zweier kleiner Teiche als Maßnahme zur Steigerung der Biodiversität
Kältebach-Teiche, Wiesbaden Klarenthal: Anlage, Pflege, Monitoring Vögel, Amphibien, Flora u.a.