
Der Fokus bei der ökologischen Aufwertung von Flächen gerade im urbanen Raum liegt auf der Gestaltung mit Pflanzungen unterschiedlichster Art und Funktion. Sie bieten Nahrung und
Lebensraum für eine Vielzahl (Flug-)Insekten. Diese sind wiederum Nahrungsgrundlage für Vögel, Ampibien usw..
Heimische Kräuter, Stauden, Sträucher oder Bäume wirken auf vielfältige Weise positiv auf Fauna, Ökosystem sowie das lokale Klima. Durch die hohe Diversität findet sich für jeden Standort
eine passende Begrünung. Bepflanzte Flächen ermöglichen stets die Versickerung von Regenwasser im Boden. Gleichzeitig nehmen grüne Pflanzen Wasser aus dem Boden auf, verdunsten es und verbessern
so das Mikroklima.
Alle Fotos FTW-Vereinsgelände Wiesbaden und NABU-Hessloch, Streuobstwiese, Dirk Wehlmann und Dr.Harald Kellner

Weniger bekannt ist, dass Pflanzen über Wurzeln auch eine große Anzahl unterschiedlicher Stoffe ausscheiden, darunter Zucker, Aminosäuren, Hormone und Vitamine. Diese wiederum werden von den Mikroorganismen im Boden aufgenommen. Damit wird klar, warum das Bodenleben im Wurzelbereich von Pflanzen „aufblüht“. Unter versiegelten Bereichen hingegen stirbt es ab und auch nach einem Rückbau benötigt der Boden einen sehr langen Zeitraum, um sich zu regenerieren.
Ein dichtes Wurzelwerk verhindert zudem die Erosion des Bodens und trägt zum Humusaufbau bei. Pflanzen bieten Lebensräume für verschiedene Tierarten und sollten immer im Zusammenhang mit der gesamten Umwelt betrachtet werden. Daher ist auch die Pflege anzupassen, damit sich ansiedelnde Arten beispielsweise nicht durch Rotationsmäher (wozu der klassische Rasenmäher gehört) zu Schaden kommen.
Gleiches gilt für den Straßenverkehr. Auch hier sollte bereits bei der Planung mitgedacht werden,
welche Tierarten sich ansiedeln und welche Maßnahmen zum Schutz getroffen werden können.
Naturnah gestaltete Balkone und Baumscheiben in der Stadt mit heimischen Pflanzen sind für Insekten und Vögel kleine Oasen. Ebenso für uns Menschen. à mehr