Garten- und Landschaftsgestaltung

PFLANZEN

Pflanzen sind ein zentrales Element bei der ökologisch sinnvollen Aufwertung von Freiflächen für eine funktionell biodiverse Umwelt.

NABU Streuobstwiese, Wbn-Hessloch, Veilchen (Viola odorata), Susanne Tittmann
NABU Streuobstwiese, Wbn-Hessloch, Veilchen (Viola odorata), Susanne Tittmann

Der Fokus bei der ökologischen Aufwertung von Flächen gerade im urbanen Raum liegt auf der Gestaltung mit Pflanzungen unterschiedlichster Art und Funktion. Sie bieten Nahrung und Lebensraum für eine Vielzahl (Flug-)Insekten. Diese sind wiederum Nahrungsgrundlage für Vögel, Ampibien usw.. 

Heimische Kräuter, Stauden, Sträucher oder Bäume wirken auf vielfältige Weise positiv auf Fauna, Ökosystem sowie das lokale Klima. Durch die hohe Diversität findet sich für jeden Standort eine passende Begrünung. Bepflanzte Flächen ermöglichen stets die Versickerung von Regenwasser im Boden. Gleichzeitig nehmen grüne Pflanzen Wasser aus dem Boden auf, verdunsten es und verbessern so das Mikroklima. 

Alle Fotos FTW-Vereinsgelände Wiesbaden und NABU-Hessloch, Streuobstwiese, Dirk Wehlmann und Dr.Harald Kellner

Stauden-Reihe, FTW Wbn, Küchenschelle, Echinacea u.a., Dirk Wehlmann
Stauden-Reihe, FTW Wbn, Küchenschelle, Echinacea u.a., Dirk Wehlmann

Weniger bekannt ist, dass Pflanzen über Wurzeln auch eine große Anzahl unterschiedlicher Stoffe ausscheiden, darunter Zucker, Aminosäuren, Hormone und Vitamine. Diese wiederum werden von den Mikroorganismen im Boden aufgenommen. Damit wird klar, warum das Bodenleben im Wurzelbereich von Pflanzen „aufblüht“. Unter versiegelten Bereichen hingegen stirbt es ab und auch nach einem Rückbau benötigt der Boden einen sehr langen Zeitraum, um sich zu regenerieren.

 

Ein dichtes Wurzelwerk verhindert zudem die Erosion des Bodens und trägt zum Humusaufbau bei. Pflanzen bieten Lebensräume für verschiedene Tierarten und sollten immer im Zusammenhang mit der gesamten Umwelt betrachtet werden. Daher ist auch die Pflege anzupassen, damit sich ansiedelnde Arten beispielsweise nicht durch Rotationsmäher (wozu der klassische Rasenmäher gehört) zu Schaden kommen.

 

Gleiches gilt für den Straßenverkehr. Auch hier sollte bereits bei der Planung mitgedacht werden,

welche Tierarten sich ansiedeln und welche Maßnahmen zum Schutz getroffen werden können.  

 

Überblick:

In den jeweiligen Segmenten findet ihr wichtige Hintergrund-Infos sowie konkrete Anleitungen und Tipps zur Planung, Umsetzung und Pflege der Maßnahmen!

Blühwiese

Wildblumenwiesen haben einen hohen ökologischen Wert. Die Vielfalt der Blüten bietet Insekten ein optimales Nahrungsangebot.

Zudem finden sie hier auch Überwinterungsquartiere wie die Stängel und Blattachseln der Pflanzen.

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Kräuterrasen

Ein Kräuterrasen leistet als Ersatz für monotone Rasen-flächen einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz und ist aufgrund seiner Vorteile eine Maßnahme gegen Arten-sterben und Klimawandel.

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Wildstauden

Insekten, Vögel und Säugetiere profitieren von heimischen Stauden. Die Insekten sind auf unterschiedliche Blütenformen spezialisiert. Eine große Vielfalt ermöglicht es daher verschiedenen Arten, genug Nahrung zu finden.

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Nutzgarten

Ein Ort für Mensch und Tier – Gemüsebeete/ Hochbeete/ Nutzgärten können einen positiven Effekt auf die Vielfalt der Arten eines besiedelten Raums haben.

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"Wilde Ecke"

Eine wilde Ecke wirkt erst mal sehr ungewohnt und vielleicht

auch ein wenig chaotisch. Für Insekten, Vögel und kleine Säugetiere ist sie jedoch

ein wertvoller Lebensraum!

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Vogelschutzhecke

Hecken sind wichtige Habitate für Vögel (Brutstätte, Quelle für Nahrung, Versteck), aber auch für Insekten (Nahrung, Winterquartier, Unterschlupf)

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Bäume

Bäume, vor allem alte Exemplare, erfüllen viele wichtige ökologische Funktionen. Sie dienen als Lebensraum und Spender für  Nahrung für viele Tierarten. 

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"Habitat-Baum"

Ältere Bäume weisen oftmals Höhlen und Totholz auf, das für eine Vielzahl von Vögeln, Nagern und Insekten als Ort zur Fortpflanzung dienen. 

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Balkon-Gestaltung       "grüne Oase"

Naturnah gestaltete Balkone und Baumscheiben in der Stadt mit heimischen Pflanzen sind für Insekten und Vögel kleine Oasen. Ebenso für uns Menschen. à mehr


Die dargestellten unterschiedliche MASSNAHMEN zur Begrünung und Steigerung der Biodiversität  lassen sich, je nach Bedingung, sehr gut miteinander KOMBINIEREN und ergänzen!